Samstag, 29. dezember 2007
Nennst Dich den Einen, der erwählt
Dem das Recht heut´ lacht
Nennst Dich den einen, dessen Wort zählt,
Der treu hier hält die Wacht
Nennst Dich den Einen, der Ehre gibt,
Dem folget wahre Seel´
Nennst Dich den Einen, der alles sieht,
Dem frei steht jede Schwell´
Nennst Dich den Einen, der bewahrt,
Der frei Wissen gibt
Nennst Dich den Einen, dem offenbar
Was durch die Zeiten rinnt.
Doch Deine Worte schal und leer
Dein Lehren stumpf und taub
Die Du gestellt zu Wacht und Wehr
Durch Deine Gier verbraucht
Nennst Dich den Einen, der wahr liebt
Bedingungslos und frei
Nennst Dich den Einen, der sich gibt
Für alles, was da sei.
Nennst Dich den Einen, der beruft
Die Seel´n zu Lehr´und Wacht
Nennst Dich den Einen, der recht ´flucht
Dem, der sein´ Weg verlacht
Nennst Dich den Einen, dem gegeben,
Der Ruf der Seelen bringt
Nennst Dich den Einen, der im Leben
Sein Bestimmung find.
Doch Dein Erbe ist vergangen
Dein´ Lehrer tot, verbraucht
Die Wege die Du einst gegangen
Im Dämmerlicht verstaubt.
von Siat
veröffentlicht in:
Gedichte-vermischtes
0
empfehlen
Voir tous les articles