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Freitag, 21. dezember 2007
In Nachtes Dunkel lauert ES
Das sich dauernd widersetzt
Mit Bann und Fluch nicht tot zu kriegen
Versucht man´s anders zu besiegen

Im Nebel lauert, was nicht soll
Der Zorn macht Jäger blind und toll
Ihren eignen Schatten jagend
Sich niemals selbst hier hinterfragend

Durch Nacht und Nebel ganz geschwind
Trägt Ihr Gesinnen auch der Wind
Verrät dem Biest des Jägers Trachten
Mit offnen Sinnen geht es wachend.

Sieht den Jäger stolpern, taumeln
Blind dem blinden Hunde trauend
Mitgefühl das Biest erfüllt
Ist dieser Jäger Jammerbild.

Der Hund, er wittert eine Spur
Rast ins Dunkel der Natur.
Der Jäger hastet hinterher,
Sein Atem rast und wird ihm schwer.

Im Vollmondlicht auf Lichtung helle
Steht das Biest hier auf der der Stelle.
Die Waff´gezogen, ein Schuss erschallt
Ein Körper leblos... wird nun kalt.

Der Jäger beugt sich froh und munter
Zu dem erlegten Bieste runter
Doch was er dann im Licht erblickt.
Ist nur sein eigen Angesicht.
von Siat veröffentlicht in: Gedichte-vermischtes Community: Treffpunkt Pagan
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Freitag, 21. dezember 2007
Meister des Gedankenbilds
Oft der Wunsch, den man gern will
In Gold getrieben, reich verziert
Entsteht so leicht ein Wunschgebild´

Erhebt sich leicht zur Überhöhe
Der andren Eignes man ja nicht sehe
Es kann nicht sein, was nicht darf
So wird ein Drach´zum Menschenschaf.

Geblendet durch das eigne Bild
Versagt die Kraft von Schwert und Schild
Im eignen Schatten sich verliert
Des Wunschgedankens Ebenbild
von Siat veröffentlicht in: Gedichte-vermischtes Community: Treffpunkt Pagan
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Freitag, 21. dezember 2007
In einer Hand das Glas
In andrer Hand Phiole
Vor Dir ein offnes Pergament
Geheimnisvolle Symbole

Auf eignes Sinnen ausgerichtet
Vor Augen eignes Ziel
Ist Dir jedes Mittel Recht
Alles ist erlaubt

Ein Tröpfchen Wirrnis
Ein Körnchen Zorn
Ein Krumen Eifersucht
Ein Samen Zweifel

Köchelnd über Drachenflamme
Hängt gefüllter Kessel
Dampfend, brodelnd reift das Gift
Dem Zwecke nach gebraut

Holunder, Wermut, Bilsenkraut
Ein Tröpfchen Korn dazu
Fliegenpilz und Tollkirschsamen
Drei Monde reif´es nun

In dicken Büchern ist´s verborgen
In Pergament geschrieben
Alles, was Du wissen musst
um Dein´ Will´n zu kriegen

Ausgewählt nach den Notizen
Gewählt nach Opfers Art
Jedes Gift ein Unikat
Schleichend und verborgen
von Siat veröffentlicht in: Gedichte-vermischtes Community: Treffpunkt Pagan
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Profil

  • : Siat
  • siat
  • : weiblich
  • : 2.01.1981
  • : Fürth
  • : Poesie Religion Gesang Mythologie Mythologien
  • : Ich bin glücklich verheiratet und lebe in Franken. Bin Admine eines großen Forums, neugierig und aufgeschlossen. Vielseitig interessiert und wissbegierig.

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